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Apotheken beraten stillende Mütter

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, Babys in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Aber nur zehn Prozent der Babys werden nach einem halben Jahr noch natürlich ernährt. Die Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse des Babys ausgerichtet. So kommt am Anfang der Brustmahlzeit wasserreiche, durstlöschende Milch, mit längerem Saugen wird sie kalorienreicher. Damit das Kind richtig satt wird, sollte es daher lange genug auf einer Seite trinken. Schmerzen beim Stillen werden meist durch eine falsche Stillposition verursacht. Beim Anlegen gilt die Faustregel: Babynase an Mutterbrust, Babybauch an Mutterbauch. Bei entzündeten Brustwarzen hilft hochreines Lanolin aus der Apotheke. Es wird dünn aufgetragen und muss vor dem Stillen nicht entfernt werden. Kältepackungen helfen gegen Brustentzündungen, bei Milchstau haben sich feuchtwarme Kompressen bewährt. Sie werden vor dem Stillen einige Minuten lang auf die Brust gelegt, die Brustwarze bleibt dabei ausgespart. Wenn das Kind krank oder behindert ist, oder bei Erkrankungen der Mutter, ist der Gang zum Arzt unumgänglich. Bei Stillproblemen können Apotheker den Müttern beratend zur Seite stehen.

Um eine übervolle Brust zu entlasten und der Mutter mehr Freiraum zu geben, kann Muttermilch abgepumpt werden. Viele Apotheken verleihen Milchpumpen. Die Pumpe sollte nach jeder Benutzung mit Bürste und Spülmittel gereinigt werden, einmal tägliches Auskochen reicht. Bei ältere Säuglingen reicht es, die Einzelteile im Geschirrspüler bei 65 Grad zu reinigen. Abgepumpte Milch sollte in Glas- oder Hartplastikflaschen aufgewahrt werden. Bei Raumtemperatur hält sie sich sechs bis acht Stunden, im Kühlschrank drei Tage. Auch Einfrieren ist möglich, allerdings sinkt dadurch der Vitamingehalt ab und der Geschmack kann seifig werden. Damit die Milch gut bekömmlich ist, wird sie in einem Flaschenwärmer oder unter fließendem warmen Wasser aufgewärmt. Mikrowellen sind hier nicht geeignet. Reste von aufgewärmter Milch sollten nicht mehr verfüttert werden.

Nicht nur Babys, auch Mütter profitieren vom Stillen: Die Rückbildung des Uterus wird beschleunigt, das Wiedereinsetzen der Menstruation verzögert und das ursprüngliche Körpergewicht schneller wieder erreicht. Außerdem ist Muttermilch kostengünstig. Die Ersparnis liegt bei etwa 75 Euro im Monat.

 

 




 

 




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